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Das Eisbergmodell - Die Tiefen des Bewusstseins verstehen

Warum mag ich dieses Modell so? Weil es einfach toll erklärt, dass wir nur mit unserem Bewusstsein in Kontakt sind, aber das Unterbewusst auch eine große Rolle spielt und es wirklich sehr viel Sinn machen kann damit auch in Kontakt zu treten.

 

Was ist das Eisbergmodell überhaupt?

Das Eisbergmodell hilft uns den Unterschied zwischen Bewusstsein und Unterbewusstsein zu erfassen. Es veranschaulicht, dass unser Bewusstsein nur die Spitze des Eisbergs darstellt, während der größte Teil unseres Denkens, Fühlens und Handelns im Unterbewusstsein stattfindet. 

 

Der sichtbare, also obere Teil des Eisbergs, der über dem Wasser liegt, repräsentiert also unter Bewusstsein. Hier findet die bewusste Wahrnehmung und Verarbeitung von Informationen statt. Alles, was wir in diesem Moment denken, fühlen oder aktiv entscheiden, geschieht im Bereich des Bewusstseins. Es ist der Teil, den wir leicht wahrnehmen und kontrollieren können.

 

Der verborgene der Teil des Eisbergs und auch der größte Teil befindet sich jedoch unter der Wasseroberfläche und repräsentiert das Unterbewusstsein. Hier liegen alle Gedanken, Emotionen, Erinnerungen, Glaubenssätze und automatisierten Verhaltensmuster, die uns beeinflussen, aber nicht bewusst zugänglich sind. Das Unterbewusstsein ist also wie eine riesige Bibliothek, die all unsere Erfahrungen und Erinnerungen speichert und unser Denken und Handeln auf unbewusster Ebene beeinflusst.

 

Obwohl die beiden Bereiche voneinander getrennt zu sein scheinen, interagieren sie jedoch ständig miteinander. Das Bewusstsein kann auf Informationen und Impulse aus dem Unterbewusstsein zugreifen, während das Unterbewusstsein Informationen aus dem Bewusstsein aufnimmt und sie in seine Verarbeitung einbezieht. Das Unterbewusstsein spielt eine entscheidende Rolle bei der Bildung von Gewohnheiten und automatisierten Verhaltensweisen, da es die Fähigkeit besitzt, Informationen schneller zu verarbeiten als das Bewusstsein. 

 

Das Eisbergmodell hilft uns also, die Komplexität und Vielschichtigkeit unseres Geistes zu erkennen und verdeutlicht, dass unser Bewusstsein nur die Spitze dessen ist, was in unserem Inneren vorgeht. Viele unsere Überzeugungen, Ängste, Vorlieben und Verhaltensweisen werden von unserem Unterbewusstsein gesteuert.

 

Wie kann man aber nun damit arbeiten? Indem wir uns dieser Tatsache bewusst werden und uns mit mit unserem Unterbewusstsein auseinandersetzen, können wir ein tieferes Verständnis für uns selbst entwickeln. Wir können uns fragen, warum wir auf bestimmte Situationen oder Menschen mit bestimmten Reaktionen reagieren und warum bestimmte Muster in unserem Leben immer wieder auftauchen. 

 

Es gibt einige Möglichkeiten, wie wir in Kontakt mit unserem Unterbewusstsein treten können:

  • Achtsamkeit und Meditation: Durch die regelmäßige Praxis können wir unsere Gedanken und Emotionen beobachten und damit bewusster auf unsere innere Welt achten. Diese Beobachtung kann uns helfen, Muster oder verborgene Überzeugungen aufzudecken.
  • Introspektion und Selbstreflexion: Durch Techniken wie Tagebuchschreiben oder gezieltes Nachdenken über unser Leben kann man sich auch gut mit seinem Inneren verbinden.
  • Hypnose und Selbsthypnose: Im Zustand der Trance, also der tiefen Entspannung kann man in Kontakt mit seinem Unterbewusstsein kommen und so durch geführte Hypnosesitzungen oder auch Selbsthypnose positive Veränderungen in unseren Überzeugungen und Verhaltensmustern bewirken.
  • Kreativer Ausdruck: Auch künstlerische Aktivitäten wie Malen, Schreiben oder auch Tanzen können uns helfen, in einen Flow (auch eine Art Trance) zu gelangen, in dem unser Unterbewusstsein zum Ausdruck kommen kann. Somit kann man unbewusste Gedanken und Gefühle hervorholen.

Indem wir uns mit unserem Unterbewusstsein verbinden, können wir uns also selbst besser verstehen, ungesunde Muster erkennen und diese transformieren. Das Erkunden der Tiefen unseres Unterbewusstsein kann eine wertvolle Reise zur Selbsterkenntnis sein. Professionelle Therapeuten und Coaches können hier auch hilfreich sein um dich bei diesem Prozess zu unterstützen. Auch ich stehe dir hier gerne mit meinem Mental Coaching zur Seite.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Thorsten Schäfer (Sonntag, 02 Juli 2023 19:02)

    Sehr schön erklärt.

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Jennifer Lichtner

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